Neuerdings überschlagen sich die Pressemeldungen zum Thema Elektromobiltät, womit die industrielle Umsetzung der bisherigen Konzepte zur Einführung von Elektrofahrzeugen gemeint ist. Das Bild zeigt allerdings einen Emobilisten des Jahres 1912. Schicke Sache schon damals...Politisch ist das Ganze zwar gewollt (Wahlkampf, Energiewende...), aber die Autoindustrie ist wenigstens in Deutschland noch sehr am Beginn.
Klar, das E-Auto ist (noch) wegen der Batteriekosten für den gewöhnlichen Nutzer zu teuer, es fehlen öffentliche Ladestationen (die nur Sinn machen, wenn die Ladezeiten kurz sind), aber der Renner ist ein Elektrofahrzeug, dessen ich mich ja auch bediene, das Elektrofahrrad, als Pedelec gefahren. 10% aller derzeit verkauften Fahrräder ist ein Pedelec, und die Tendenz ist steigend. Ein weiterer Alternativansatz wäre der Elektroroller, der zweifellos zu wenig im Bewusstsein der Nutzer ist; er ist nämlich gleich dem Fahrrad mit einer recht guten Reichweite ausgestattet. Immerhin.
Insgesamt muss man immer noch davon ausgehen, dass E-Mobilität insbesondere von den Motorjournalisten sehr kleingeredet wird. Und dass die Nutzer noch nicht zum Umstieg bereit sind, obwohl die Fahrradindustrie schon ganz futuristische Pedelecs oder Ebikes anbietet. Man wird als Pedelecian auch von den anderen Radlern immer noch als Rentnerbiker angesehen, belächelt und höchstens als technisch interessantes Individuum der Exotenklasse vermerkt. Zu besichtigen auf unsern 17:00-Fahrten mit Zwick hier in Bous. Ärgerlich werden die Mienen der Mitfahrer immer dann, wenn es am Berg um das Abstrampeln geht. Das Pedelec zieht dann vorbei und alle Mienen versteinern, ein bisschen...
In dieser Gruppe findet sich aber immerhin jetzt ein neuer Pedelecian. Tendenz also auch hier steigend.
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