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Was geht ab bei der e-Mobilität?


Dies ist ein Hinweis am Hotel in Hegne auf die Möglichkeit, seinen Akku dort aufladen zu können. Wie das technisch und vom Zeitaufwand her geht, habe ich nicht testen können, dazu waren die Räder nicht vorhanden und das Wetter auch zu schlecht. Aber immerhin zeigt das Schild, dass e-biking auf dem Vormarsch ist. 
Dazu passt auch die Meldung, dass Bosch, einer der führenden Akku-Hersteller, glaubt, dass e-Mobilität sich über das e-Fahrrad definieren wird. Das ist interessant:
Denn ansonsten, was das Auto, des Deutschen liebstes Kind, angeht, ist es mit dieser e-Mobilität eher mager bestellt. Die Hypes des vorigen Jahres, wonach bis 2015 eine Million elektrisch betriebener Autos auf den deutschen Strassen fahren sollen (Merkel dixit), sind eher einer Ernüchterung gewichen  die aber auch darin begründet ist, dass elektrisches Autofahren - igitt - als etwas Unsportliches, fast  Rentnerhaftes angesehen wird. Es wird madig gemacht. Die renommierten Fahrtester, sie machen eine verächtliche Miene und rümpfen die Nase, sie setzen auf das betörende Röhren des Motors, dieses Sexgeräusch. Das fehlt eben beim Elektroauto, leise, wie es eben ist.

Und noch was: selbst wenn das E-Auto als was Überflüssiges angesehen wird, was es sicher nicht ist, kann man als Beispiel einer wirksamen Werbekampagne für ein überflüssiges elektronisches Akzessoire das e-Book anführen. 
Niemand will es wirklich, doch wird es gekauft, und zwar nicht zu knapp. Weil es von den großen Buchverteilern, Amazon vorneweg, massiv beworben wird.

Beim Auto geht's genau umgekehrt: Ein Benziner muss her, vielleicht noch ein Diesel, nur groß, vielfressend muss er sein. Ein dicker SUV wird beworben wie eine Heilsbotschaft, er verkauft sich heute weltweit am meisten. Da kann das sparsame Elektroauto mit seiner (noch) begrenzten, aber für Stadtfahrten ausreichenden Reichweite natürlich nicht mithalten. Dabei ist es für den Stadtverkehr, da, wo die meisten Kilometer verfahren werden, mehr als geeignet. Schon jetzt!
Das Pedelec boomt und wird auch massiv genau in diese Richtung - Stadtverkehr,  Autofahrten einsparen, erholt und gesund zum Arbeitsplatz - beworben.
Also ist das Pedelec, was sonst, der Schrittmacher für das Elektroauto. Wer hätte das gedacht?

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